GEW_Zeitung_0118 - page 8

StaDt-ZEItUnG01/2018
 GEW StadtvErbanddüSSEldorf
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besonders auf eine bessere personelle ausstattungmit genügend lehrkräf-
ten, Schulsozialarbeiter*innen und pädagogischen Mitarbeiter*innen im
Ganztagan.
alarmierende rückmeldungen der Personalvertretungen nicht nur aus dem
Grundschul- undförderschulbereich, sondernauchaus den Schulender Se-
kundarstufe I und II und den berufskollegs bestätigen: zuwenig oder keine
bewerbungen für vakante Stellen, kein pädagogisch ausgewiesenes Perso-
nal für die dringend erforderliche vertretungsreserve. die Situation an den
Hauptschulen ist landesweit katastrophal, weil sie als „restschule“ benutzt
wird. die folgen des lehrer*innenmangels sind evident: zusätzlich hohe
belastungen des Kollegiums undmassive überforderungenmit steigenden
Krankmeldungen–dieSchulengehenamKrückstock. als kurzfristige lösung
sollen lehrkräfte der Sekundarstufe II in denGrundschulen aushelfen- eine
untauglicheMaßnahme, die denMangel nicht nachhaltig behebenwird. So
sind von17.646 Studierenden, die ihr Studium im Studienjahr 2016 innrW
aufgenommen haben, lediglich 2.809 in Primarstufen- beziehungsweise
Grund- und Hauptschulstudiengängen eingeschrieben. Mehr als Hälfte der
lehramtsstudierenden strebt aber einen abschluss als lehrkraft in der Se-
kundarstufe II an. da reicht auchdie angekündigteWerbekampagne für den
lehrer*innenberuf nicht aus. Siemuss unterfüttertwerden voneiner besol-
dungsreform und einer grundsätzlichen, spürbaren attraktivitätssteigerung
des berufs und vor allem seiner rahmenbedingungen. dazu gehört neben
einemgerechtenbesoldungssystemdieSenkungderbelastung imarbeitsall-
tag von lehrer*innen.
bei derbesoldungmussdieneugewähltelandesregierungausCdUundfdP
endlich liefern! Sie hat zwar einen „MasterplanGrundschule“ ausgegeben,
aber weder im Koalitionsvertrag noch im Haushalt für 2018 die gerechte
Eingruppierung von a13Z für alle lehrkräfte umgesetzt. bisher steht die
ankündigung von nrW-Schulministerin Yvonne Gebauer im raum, endlich
diebesoldungsrechtlichenKonsequenzen aus dem lehrerausbildungsgesetz
(labG) von 2009 zu ziehen. neben den nach neuem labG ausgebildeten
lehrkräften dürfen auch diejenigen nicht vergessenwerden, die nach dem
alten labG ausgebildet wurden und über mehr Praxiserfahrung verfügen.
Wir kämpfen weiter mit dem landesverband, bis Yvonne Gebauer ihrem
versprechentaten folgen lässt, für die gleicheund gerechteEinstiegsbezah-
lung von lehrkräftenaller Schulformen.
Vor diesem Hintergrund setzt sich der Stadtverband folgende Schwerpunkte
vorOrt:
schulpolitischeundbildungspolitischeaufgaben
Internationale Solidaritätmit den verfolgten türkischenKollegInnenunserer
Schwestergewerkschaft Egitim Sen/betreuung geflüchteter KollegInnen in
düsseldorf vorort.
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