GEW_Zeitung_0118 - page 31

StaDt-ZEItUnG01/2018
 GEW StadtvErbanddüSSEldorf
 SCHULE InDÜSSELDORF
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die Stellungnahme des dGb-Stadtverbandes zumdüsseldorfer Haushalt 2018
beinhaltet unsereausführungenzudenSchulenunddervHS;diegesamteStel-
lungnahmedesdGb-Stadtverbandes istnachzulesenauf:
SigridWolf,dievorsitzendedesdGb-Stadtverbandesundregionsgeschäftsfüh-
rerin,erklärte inderPressemeldungdazu: ,,Wirerkennenan,dassdieStadtspit-
ze imHaushaltsentwurf 182Millionen für Investitionen, davon 23,4Millionen
fürdenÖPnveinplant. Kritisch sehendieGewerkschaften, dass immerwieder
Kommissionen ,,Sparpotentiale‘‘ identifizieren sollenumeinenausgeglichenen
Haushalt zu erarbeiten. offensichtlicheverschwendungen- sofern sie tatsäch-
lich vorhanden sein sollten-, teurePrestigeprojekteundveranstaltungenmüs-
sen abgestellt werden. dazu bedarf es keiner Kommissionen. denn so hohe
„Sparpotentiale“,wie fürdienotwendigen Investitionenerforderlichwären,exi-
stierennicht.deshalbmüssendienotwendigenEinnahmendringendaufeinem
anderenWege generiertwerden. Kurzfristig solltedazueine angemesseneEr-
höhungderGewerbesteuernichtaußerbetrachtgelassenwerden.Erhöhungen
oder gar neueinführungen von Gebühren und abgaben für die bürgerinnen
undbürger lehnenwirab.“
VHS:
die hohe gesellschaftliche bedeutung
vonWeiterbildung imbereichderdigita-
lisierung, von Integrationsmaßnahmen,
vondeutsch- undanderenSprachkursen
etc. wird vonniemandembestritten; ein
Honorarfürdiedozent*innenvonderzeit
22,- € an der vHS düsseldorf kann auch
darum in keiner Weise als angemessen
angesehenwerden.Erforderlich istdaher
dieKorrekturdesbeschlussesdes letzten
Jahres, eine jährliche Honorarerhöhung
von 1,- € (!) zu gewähren, bis dass im
Jahr 2020 (!) ein Honorar von 25,- € er-
reicht sei. Erforderlich ist vielmehr eine
sofortigeErhöhungderHonorare ander
vHS düsseldorf auf 35,- €, was einem
monatlichen nettoeinkommen von ca.
1500,-€ bei einem einer vollzeitstelle
entsprechenden Stundenvolumen be-
deuten würde. fast gleiche tätigkeiten
werden sehr unterschiedlich bezahlt:
der frei zugängliche deutschkurs mit
20 teilnehmer*innen bringt dem*der
dozent*in derzeit 22,00€ pro Unter-
richtsstundeein,der Integrationskursmit
ebenfalls 20 teilnehmer*-innen - aber
mit zusätzlichem Kontrollaufwand- wird
mit 35,00€ pro UE vergütet, weil sonst
die Zulassung des baMf für diese Kurse
zurückgezogen würde. die Erhöhung
der Honorare um den beschlossenen
einen Eurowurde zudemdurch erhöhte
teilnehmergebühren
gegenfinanziert.
das bildungsangebot der vHS muss
aber gerade auch von bezieher*innen
niedriger Einkommen wahrgenommen
werden können, also ist eineabsenkung
der teilnehmergebühren angesichts ei-
ner städtischen armutsquote von 20 %
(s. letzter Sozialmonitor von düsseldorf)
erforderlich.
Zudem fordernwirdieStadtauf,diewirt-
schaftliche lage der dozent*innen nicht
zusätzlich dadurch zu verschlechtern,
dassanträgeaufUrlaubsentgelt (rechts-
anspruch) mit abenteuerlichen verdre-
hungen teilweiseabgelehntwerden: an-
geblichsei diebesserverdienendeHälfte
für denUnterhalt (inkl. Urlaub!) des*der
dozent*inverantwortlich.
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