GEW_Zeitung_0118 - page 34

StaDt-ZEItUnG01/2018
 GEW StadtvErbanddüSSEldorf
 BILDUnGSPOLItIK
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Die lange antwort:
ob nun Korrekturmarathon, ausu-
fernde Elternsprechtage, zahlreiche
Konferenzen,
zunehmende
doku-
mentationsverpflichtungen … offen-
sichtlich ist die arbeitsbelastung von
lehrer*innen sehr, sehr hoch. Zuhoch.
In ihrer Kampagne beschreibt der Phi-
lologenverband durchaus treffend:
„1945 hatte der öffentliche dienst
54 Stunden pro Woche zu leisten,
für Gymnasiallehrkräfte wurden als
Entsprechung 24 Unterrichtsstunden
festgesetzt. der blick in die heutige
Zeit zeigt, dassGymnasiallehrkräftenir-
gendwo an arbeitszeitverringerungen
im öffentlichen dienst teilgenommen
haben.“
aRBEiTsZEiTUnTERsUChUng
angymnasiEn
BrauchenwireinearbeitszeituntersuchunganGymnasien?
DieseFrage stellt sich imMoment vermutlich invielen LehrerzimmernanGym-
nasien. Der Philologenverbandhat bundesweit zur teilnahme aneiner solchen
Studieaufgerufen.
Diekurzeantwort:nein, brauchenwirnicht.
VonHanna tuszynski, Personalrätin für Lehrerinnen und Lehrer anGymnasien
undWeiterbildungskollegsbei derBezirksregierungDüsseldorf,nRW
nur erscheint es, aus dieser offensicht-
lichen tatsache als Konsequenz durch
durchführung einer Studie zu ziehen,
entweder naiv oder im Gegenteil sehr
berechnend. dennwasmit dieser Stu-
die im anschluss passieren soll, dazu
sagt der Philologenverband so gut
nichts.
denn wer glaubt denn, dass auf-
grund einer solchen Studie die
bildungsminster*innen der länder
plötzlichdasStundendeputatabsenken
undfinanzminister*innen freudestrah-
lendmehrPersonal indenlandeshaus-
halt einstellen? dazu sind politische
forderungen und politische arbeit
notwendig. da ist dieGEWnrW schon
viel weiter: auf dem letzten Gewerk-
1...,24,25,26,27,28,29,30,31,32,33 35,36,37,38,39,40
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