StaDt-ZEItUnG01/2018
GEW StadtvErbanddüSSEldorf
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schaftstag wurde eine absenkung des
Stundendeputats auf 23,5 Unterrichts-
stundengefordert.
Einen rechtlichenHebel gibt es innrW
wie vor kurzem inniedersachsen nicht
– da führte eine Kombination von un-
glücklichenManövernderlandesregie-
rung dazu, dass mithilfe einer von der
GEW niedersachsen durchgeführten
arbeitszeitstudie eine einseitige
ar-
beitszeiterhöhung
nur amGymnasium
verhindert werden konnte. die nie-
dersachsenstudie liest sich durchaus
interessant, auch wenn natürlich nicht
alles genausoaufnrWübertragbar ist.
Sowurde z.b. festgestellt, dass teilzeit-
kräfte überproportional belastet sind.
Und diese Studie war zumindest für
das Gymnasium gerichtsfest, da reprä-
sentativ. die lehrer*innen dokumen-
tierten ein Jahr lang täglich ihre aufga-
ben. dieserepräsentativität darf schon
im vorhinein bei der Philologenstudie
bezweifelt werden, da sie bundesweit
durchgeführtwirdund jeweilsnurüber
denZeitraum vonwenigenWochen.
daher bleibt die frage – Was soll die
neue Studie im Hinblick auf die evi-
dente überlastung der lehrer*innen
bringen?
vermutlich eben nichts, und der Phi-
lologenverband wird dies durchaus
wissen. aber es signalisiert eben den
Kolleg*innen „jemand kümmert sich“
–unddas dürfteder eigentliche Zweck
dieser Studie sein. Ein positives, wert-
schätzendes Gefühl vor ort erzeugen
und dies dann hoffentlich in den näch-
stenPersonalratswahlkampf retten.
Wenn Kolleg*innen an der Studie teil-
nehmen wollen – sollen sie es ruhig.
aber allenmuss klar sein, dass verbes-
serungen der arbeitsbedingungen nur
durch politischen Einsatz und Mut er-
fordernden arbeitskampf durchgesetzt
werden–nichtdurcheinpaarKlicksam
rechner.
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